28. Oktober 2011
Als ich gestern Abend, weil ich nicht schlafen konnte, ein Philosophiebuch, das ich mir aus Neugier aus der Schulbücherei ausgeliehen hatte, gelesen habe, ist mir ein Gedanke gekommen. Eine Überlegung, die ich gleich weitergesponenn habe. Die ultimative Ausrede, wenn man etwas falsch gemacht hat und bestraft werden soll oder ein schlechtes Gewissen haben sollte.
Ich kann es mir so einfach machen. Gott wollte, dass ich das tue, er wollte, dass ich so bin, er wollte, dass ich so bin, sonst hätte er mich anders gemacht.
So haben es Adam und Eva doch auch geamcht. Auf Nachfrage Gottes, warum sie von den verbotenen Früchten gegessen hätten, hat zuerst Adam gesagt, dass Eva Schuld ware, dass sie ihn verfürht hätte. Daraufhin gab Eva der Schlange die Schuld, sie hätte sie verführt.
Schließlich kamen sie zu dem Schluss, dass Gott Schuld war, schließlich hätte er die Schlange mitsamt ihren verführenden Worten geschaffen. Er hätte das Geschehene vermeiden können, indem er dies gelassen hätte.
Gott hat also Schuld. Er hat sowohl Adam und Eva, als auch die Schlange so erschaffen, wie sie waren. Er hat sie fehlbar gemacht. Ich bin eine Nachfahrin von Adam und Eva, also habe ich ihre Fehlbarkeit, wie sie geschaffen wurde, geerbt. Niemand kann mich wegen meiner Fehlbarkeit verurteilen, vor allem nicht Gott, schließlich hat er mich fehlbar geschaffen. Ich bin so. Er ist Schuld, und er soll andere nicht seiner Fehler beschuldigen.
Die simpelste Ausrede der Welt, dass ich da nicht früher drauf gekommen bin.
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