14. August 2012

Lieblingsfilme № 2: „Das Kabinett des Dr Parnassus“



Es geht mit einem Fantasyfilm weiter, der die Sinne berauscht und verwirrt. 
Der letzte Film in dem Heath Ledger, einer meiner Lieblingsschauspieler, mitgewirkt hat. 


Der Magier Dr. Parnassus, der seine besten Tage hinter sich hat, reist mit seinem alten Wandertheater und seiner Theatergruppe durch das London der Gegenwart. Die Gruppe besteht aus seiner Tochter Valentina, dem Jungen Anton, dem Liliputaner Percy und ihm.

Das Besondere dieses Wanderkabinetts ist ein magischer Spiegel, durch den man in eine Fantasiewelt der eigenen Gedanken treten kann.
Neben der allgemeinen Probleme, mit denen die kleine Gruppe zu kämpfen hat, wie Armut oder der Tatsache, dass sich niemand für ihr Theater interessiert, taucht plötzlich der geheimnisvolle Mr. Nick auf, niemand anderer als der Teufel höchstpersönlich. Dieser erinnert Dr. Parnassus an den Pakt, den sie vor vielen Jahrhunderten miteinander geschlossen haben: Mr. Nick würde Parnassus die Unsterblichkeit geben, wenn dieser ihm sein erstgeborenes Kind geben würde, sobald dieses 16 Jahre alt wird. Zu diesem Zeitpunkt sind es noch 3 Tage bis zu Valentinas 16. Geburtstag.

Mr. Nick bietet Parnassus eine Wette an: Wer zuerst innerhalb der verbleibenden 3 Tage fünf Seelen fängt, soll Valentina erhalten. Ein für Parnassus unmöglich scheinendes Unertfangen. Doch während er in Selbstmitleid und –hass versinkt und zutiefst bereut, was er einst getan hat, retten Valentina, Percy und Anton einem Fremden das Leben, der unter einer Brücke an einem Seil hing. Was Parnassus zuerst ärgert – noch mehr Probleme, mit denen sein unsterbliches Leben ohnehin schon gefüllt ist- erweist sich wenig später als echter Glücksfall. Der Fremde, Tony, schließt sich, da er sein Gedächtnis verloren hat, der Gruppe an und erweist sich nicht nur als äußerst kreativ und hilfreich, sondern auch als ein begabter Seelenfänger, der im Nu – sehr zum Missfallen Antons- Valentinas Herz erobert. Allerdings hütet er ein dunkles Geheimnis, das ihm und den anderen zum Verhängnis werden könnte... 

Gemeinsam macht sich die Gruppe auf in einen Kampf um Geld, Erfolg und vor allem- Valentinas Leben, sowohl in der Realität als auch in den surrealen und berauschenden Fantasiewelten des Spiegels. 


Zuerst einmal sollte ich, bevor ich zu meiner Kritik komme (die natürlich eh positiv ausfallen wird), euch die Geschichte zum Film erzählen. Das, was den Film zu etwas besonderem macht, sind weder der Plot noch die Besetzung, sondern die Tatsache, dass der Hauptdarsteller Heath Ledger während des Drehs Januar 2008 gestorben ist. Die Crew war so betroffen, dass Regisseur Terry Gilliam den Dreh abgebrochen hat. Natürlich hat auch keiner mehr damit gerechnet, dass der Dreh wieder aufgenommen werden würde, denn: kein Darsteller, kein Film. Da Terry Gilliam aber so viel an diesem Film lag und er meinte, dass es Heaths Wunsch gewesen wäre, diesen Film fertig zu bringen; und er es auch als seine Pflicht ansah, kam er auf die Idee, den Plot des Films ein wenig umzuändern, so, dass Heaths Filmcharakter erweitert und auch von anderen Darstellern gespielt werden sollte. Klingt zuerst total unsinnig und blöd, ich weiß, aber Terry Gilliam bat dann drei von Heaths engsten Freunden, Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell, für Heath einzuspringen. Die waren sofort damit einverstanden, ihrem Freund mit diesem Film die letzte Ehre zu erweisen.
Und so ist der Film entstanden. 


„So kamen die drei Helden, Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law nach Vancouver. Ihre Bereitschaft, zur Rettung des Films und zu Heaths letztem Leinwandauftritt beizutragen, war ein Beweis von Großzügigkeit und Zuneigung. Das ist ein schöner und seltener Moment in unserer Branche, und als Ergebnis ihrer Beteiligung wurde der Film nur noch besonderer: Er ist überraschender und witziger geworden. Alles in allem ist er noch magischer.“ - Terry Gilliam


Der Film ist einfach wie ein Feuerwerk aus Fantasie, das die Sinne benebelt, allerdings zum Ende hin so sehr, dass einem die Story aus den Händen gleitet. Die Gesetze der Realität, die von Zeit und Raum, an die man sich noch am Anfang des Films geklammert hat, werden nach und nach außer Kraft gesetzt, bis sie schließlich ganz verschwunden sind. Allerdings wird diese Flut des Unwirklichen zwischendurch auch unterbrochen durch einige realistische Locations oder Charaktere, wie z.B. Anton. Nichtsdestotrotz sendet der Film eine klare Botschaft, die jeder verstehen kann: Jeder hat im Leben schwere Entscheidungen zu treffen, die nicht immer leicht sind und die vor allem die eigene Zukunft und die Anderer stark verändern können. Man sollte nachdenken, bevor man eine Entscheidung fällt, auch wenn man nicht verhindern kann, dass es manchmal die Falsche ist. Doch auch aus jeder falschen Entscheidung ergeben sich neue Wege und Herausforderungen, die uns prägen (meine Interpretation, ich garantiere für nichts).

Also würde ich sagen, der Film ist nur was für Fantasy-Fans, die auch wirklich viel aushalten können. Denn wie meine Mum nach dem Film bemerkt hat: „Derjenige, der das verzapft hat, war doch garantiert bekifft!“. Dem stimme ich zu, auch wenn das den Film erst so besonders macht. :)


Voilà, ein wundervoller Trailer:



Schauspieler: Heath Ledger (Tony), Colin Farrell (Tony), Johnny Depp (Tony), Jude Law (Tony), Christopher Plummer (Parnassus), der damals noch unbekannte Andrew Garfield (Anton), Lily Cole (Valentina), Tom Waits (Mr Nick), Paloma Faith, ...









2 Kommentare:

  1. HeyHo,
    das ist ja auch cool,dass sich sowas aus einem eigentlich spontanen..'Ereignis' entwickelt.
    Findest du Schwedisch schwer zum Lernen?
    Und Avicii..100%ig Avicii *__* :D
    Ich glaub du hattest noch mehr geschrieben,der KOmmentar hört nämlich ziemlich abrupt bei 'Vor kurzen habe ich mir aber auch das lernbuch „talar svenska A1“ gekauft. ;) Wer ist denn dein Lieblingsmusiker? Und wie..' auf. :D
    Und irgendwas wollte ich noch schreiben,aber das habe ich grade vergessen^^
    Ich drück dir auf jeden fall die Daumen,dass du diene Familie bald bekommst.Kann mir kaum vorstellen,dass die Orga. einfach keine Familie findet..so schrecklich wirste wohl kaum sein :D

    Liebe Grüße
    Mila

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  2. Hay:D
    Ach,ja..das tuut der Guudde tatsächlich :D Sogar direkt aus Stockholm. :D
    Also,auf Schweden bin ich gekommen,weil ich viele Musiker höre,die aus Schweden kommen und dann habe ich mich damit mehr beschäftigt und fand Schweden total interessant.Land,Wetter,Leute :D.
    Naja..:D Ich habe meistens solche..wie sagt man das jetzt,ohne dass es komisch klingt^^, 'Geistesblitze',dass ich was auf einmal unbedingt machen will.Aber eigentlich ist das schon länger in meinem Kopf,ich wusste es nur nicht :D
    Also,bin ich quasi aufgewacht und wollte nach Schweden. :D
    Und ich glaub,das es echt cool ist ne Sprache zu sprechen,die nicht jeder spricht,mal was anderes.
    Freunde,denen ich das erzählt habe,meinten alle 'Was willstn da?' und dass mir Schwedisch ja gar nichts bringen würde,weil es nur dort gesprochen wird und blablablaa.Keine Ahnung haben die. :D
    Ich habe mich jetzt voll in Schweden verliebt und will da unbedingt hin und alles kennen lernen! :D
    Wenn die Sprache nicht so schwer ist,bin ich auf jeden Fall schon mal beruhigt.. :D
    Jaa,ich meine jemanden,der gar nicht hier lebt.Von ganz außen betrachtet.Außerirdisch wollte ich nicht schreiben,das klang so nach 'Kleinem-Grünen-Männchen' :D
    Jaa,und wie gehts sonst so? :D

    Liebe Grüße
    Mila

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