23. August 2012

Lieblingsfilme № 3: „Into the wild“


 
 
„Into the Wild“ ist ein preisgekrönter Film von Sean Penn, der auf einer Dokumentation basiert
und das Leben des Abenteurers Christopher McCandless darstellt.


Christopher McCandless, Mitglied einer wohlhabenden Familie, hat gerade sein Geschichtsstudium abgeschlossen und beginnt eine vorsätzlich zwei Jahre dauernde Reise durch die USA. Er hat genug von der seiner Meinung nach verlogenen Gesellschaft und seiner Familie, er sehnt sich danach, allein, unabhängig und frei zu sein.

Nachdem er allen materiellen Besitz zurückgelassen und seine Ersparnisse von 24.000 $ an eine Hilfsorganisation gespendet hat, begibt er sich auf seine Abenteuerreise, sein Ziel: Die arktische Wildnis in Alaska. Während er unter dem Pseudonym Alexander Supertramp quer durch die Bundesstaaten Mittelamerikas trampt, trifft er viele Menschen mit unterschiedlichen Weltansichten, die von seinem Vorhaben beeindruckt aber auch eingeschüchtert sind. Er jobbt in einem Getreidesilo in South Dakota, fährt mit einem Kajak den Colorado River hinunter, arbeitet in einem Fast Food Restaurant in Las Vegas und lebt in einem Hippie Dorf. So sehr ihm manche Bekanntschaften auch ans Herz wachsen, ihn hält es doch nirgendwo und er setzt seinen Weg fort, immer nach Norden... 

Weiter verrate ich euch lieber noch nichts, aber ich sag euch eins: Haltet Taschentücher bereit!

 
Unabhängig von dem Design, war das Erste, was mir ins Auge gestochen ist, als ich mir das Cover der DVD angeschaut habe, war die Aufschrift „Nach einer wahren Begebenheit“. Allein das hat schon mein Interesse geweckt, denn diese Tatsache macht Filme immer realer und dringen viel tiefer ins Herz als Andere, finde ich. Das heißt, dass man von der Aufmachung der Geschichte her eigentlich nichts anfechten kann, was man nicht authentisch oder realistisch findet, denn es IST so passiert, wie es im Film dargestellt wird. Klar, an ein paar Stellen wurde sicherlich gefeilt, um die Story filmreifer zu machen, aber dadurch verliert sie nicht weniger von ihrer Intensität, im Gegenteil.


Christophers Geschichte wird auch nicht einfach plump von vorne bis hinten erzählt, sondern es wird abwechselnd der Anfang, also das Leben in seiner Familie, und das Ende, sein Aufenthalt in Alaska, dargestellt, bis sich schließlich beide Enden der Geschichte sich in der Mitte treffen. Dazu übernimmt Christophers Schwester Carine hin- und wieder den Erzählerpart und berichtet über ihren Bruder aus ihrer Sicht. Natürlich erzählt sie nichts von seiner Reise, davon kann sie ja nichts wissen, aber sie bringt immer wieder Details über Christopher mit ein, die dem Zuschauer ein besseres Bild vom Abenteurer verschaffen, manchmal lässt Carine auch eigene, in Szenen gefassten Erinnerungen miteinfließen, die den Film spannend halten und den Zuschauer aufmerksam bleiben lassen.

Die Musik im Film unterstreicht Christophers Gefühle perfekt und allein sie bringt einen schon fast zum Weinen. Noch dazu ist Emile Hirsch ein wirklich guter Schauspieler, er hat die Sache wirklich gut gemacht und ich finde es schade, dass er noch relativ unbekannt ist.



"Es lässt sich wohl kaum abstreiten, dass die Vorstellung von einem freien, ungebundenen Leben uns seit jeher berauscht und beflügelt hat. In unserer Gedankenwelt verbinden wir damit die Flucht vor der Last der Geschichte, vor Unterdrückung, dem Gesetz der lästigen Verpflichtungen.“

 


Schauspieler: Emile Hirsch (Chris), Vince Vaughn, Marcia Gay Harden, Kristen Stewart, Jenna Malone, Hal Holbrook, Catherine Keener, ...    
 
 
 
 

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